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LaBruce


LaBruce

LaBruce
15.- 27. Juli 2010
arsenal
Institut für Film und Videokunst e.V, Berlin

Der kanadische Regisseur Bruce LaBruce, der in den 1980ern als Herausgeber des ersten schwulen Punkfanzines J.D.s zu einer Art widerspenstiger Gallionsfigur wurde, hat schon lange eine enge Verbindung zu Berlin. Nicht nur durch seine Zusammenarbeit mit Produktionsfirmen (Jürgen Brüning Filmproduktion, Cazzo Film, Wurstfilm) und Berlinalepremieren im Panorama, sondern auch durch Theater-, Performance- und DJ-Projekte am HAU, im SchwuZ, im Ficken 3000, nicht selten mit Mitgliedern der Künstlergruppe CHEAP, darunter Schauspielerin Susanne Sachsse, und natürlich Vaginal Davis. Viele haben schon mal einen oder mehrere Bruce LaBruce-Filme gesehen, aber nun gibt es die Gelegenheit, sie alle zusammen im Kino zu genießen, an dem Ort, der laut Bruce LaBruce einmal der perverse Ort schlechthin und damit Inbegriff der Freiheit war, bevor die Unterhaltungsindustrie die komplette Kontrolle übernahm.

Filmprogramm

15.7., 20h, Eröffnung
Special Guests: Bruce LaBruce, Susanne Sachsse, Vaginal Davis, Moderation: Marc Siegel
BOY/GIRL Kanada 1987 15‘
HOME MOVIES Ko-Regie mit Candy Pauker Kanada 1989 12‘
SEX BOMBS Regie: Candy Pauker, mit Bruce LaBruce 10‘
GIVE PIECE OF ASS A CHANCE Kanada 2007 14’
THE BAD BREAST VIDEO Deutschland 2009 25‘
Zur Eröffnung der Retrospektive zeigen wir frühe Super-8-Filme aus den 1980er Jahren, zum Teil in Zusammenarbeit mit Candy Pauker entstanden, die aus der Zeit des Punk stammen und diesen gleichzeitig entwaffnen. Dazu zeigen wir jüngere Videos, darunter eine Arbeit, die 2009 für die Theaterproduktion The Bad Breast (HAU / Hebbel am Ufer) mit Susanne Sachsse und Vaginal Davis entstand.

16.7., 20h, Bruce LaBruce im Gespräch mit Tim Blue
Lacan vs. Jung; “Judy” LaBruce Fucks the Dead … Live! & Zombie-Überraschungs-Programm

17.7., 21h
Vorfilm: SLAM Bruce LaBruce Kanada 1989 8’
NO SKIN OFF MY ASS Bruce LaBruce Kanada 1991 75’
In NO SKIN OFF MY ASS spielt LaBruce selbst einen schwulen Punkfriseur. Der Film, der als Verlängerung des queeren Punkfanzines gelten kann, basiert auf Robert Altmans Psychothriller That Cold Day in the Park (1969).

19.7., 20h
Vorfilm: I KNOW WHAT IT’S LIKE TO BE DEAD Bruce LaBruce Kanada 1988 15’
SUPER 8 ½ Bruce LaBruce Kanada/D/USA 1994 105‘
Der Titel für SUPER 8 ½ stammt von Federico Fellinis Otto e mezzo (I/F 1963). „Aus diesem klassischen Kunstfilm entleiht LaBruce die Fassade der Pseudo-Autobiografie eines Regisseurs, der damit kämpft, einen Film fertig zu stellen und währenddessen mit seinen Fantasien konfrontiert ist.“ (Marc Siegel)

21.7., 20h
HUSTLER WHITE Bruce LaBruce D/Kanada 1996 80‘
In HUSTLER WHITE, seinem ersten Farbfilm mit echten Pornodarstellern, aber weniger explizit, spielt LaBruce selbst den „überaffektierten europäischen Jürgen Anger, der nach Hollywood gekommen ist, um über die Geschichte des Straßenstrichs am Santa Monica Boulevard zu forschen.“ (Marc Siegel)

23.7., 21h
SKIN FLICK Bruce LaBruce D/Kanada/GB/Japan 1999/2000 67’
SKIN FLICK, ein Film über radikale Skins, die in London ein „mixed race bourgeois gay couple“ terrorisieren, war einer der umstrittensten Filme von LaBruce. Er löste viel Unbehagen aus und wurde genau dafür gleichermaßen gelobt.

26.7., 20h, zu Gast: Susanne Sachsse
THE RASPBERRY REICH Bruce LaBruce Kanada/D 2004 OF 92’
„The Revolution is My Boyfriend“: In THE RASPBERRY REICH vereint LaBruce als Abenteuerromantik entlarvten Terrorismus in der 6. Generation mit queerer Pornografie. Susanne Sachsse darin als Gudrun: „There will be no revolution without sexual revolution! But, there will be no sexual revolution without homosexual revolution!“

27.7., 20h
OTTO; OR, UP WITH DEAD PEOPLE Bruce LaBruce Kanada/D 2008 OF 94’
Der Titelheld in OTTO; OR, UP WITH DEAD PEOPLE ist ein Zombie, der nicht nur der Hauptdarsteller in LaBruce’ Film ist, sondern auch im Film-im-Film der lesbischen Filmemacherin Medea Yarn einen Untoten spielt. Beide Filme agitieren gegen eine Zombie-Gesellschaft, die von Krieg, Zerstörung, Hass und unbändigem Konsum geprägt ist.

Am Freitag, 16.7., ab 23h gibt es eine Party im SchwuZ mit einem DJ-Set von Bruce LaBruce.

siehe: arsenal

12/07/10


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